Die Familien-Bande - Pilot (Skript)
ZuhĂ€lter: Ein neues Gesicht. Ein hĂŒbsches Gesicht. Einen Kerl wie dich könnte ich gut vermarkten, wenn du mich lĂ€sst.
Theo sieht den hageren, schmierigen Typen mit strengem Blick an und hebt den Kopf etwas angewidert hoch und klopft als Antwort auf seine Brusttasche, die eine Gelbbörse vermuten lÀsst.
ZuhĂ€lter: Ein Kunde. Umso besser. Mein Stall ist schon ziemlich voll. FĂŒr dich habe ich genau das Richtige. Wenn du es dir leisten kannst biete ich dir meine beste Stute an. Die hat ein GerĂŒst, dass du die sixtinische Kapelle, um sie herum aufbauen könntest.
Theo schĂŒttelt langsam den Kopf von links nach rechts, ohne seine Miene zu verziehen.
ZuhĂ€lter: Dann also lieber einen kniefĂ€lligen Gottesdiener. Wie gut, dass ich erst vor kurzem mein Sortiment um einen Stricher erweitert habe. Ich habe da bestes Frischfleisch, das noch nicht ganz eingeritten ist, aber eine strenge Hand, wie die deine bestimmt zu schĂ€tzen weiĂ. Wenn du ihn mir halbwegs unbeschadet hinterlĂ€sst werde ich dir auch etwas erlassen.
Der ZuhÀlter nennt einen Preis und Theo nickt einwilligend.
Der ZuhĂ€lter und Theo gehen an vielen TĂŒren vorbei. Manche offen. Manche geschlossen. Vorbei an mĂŒden und arm aussehenden Frauen in spĂ€rlicher Kleidung. Im hintersten Zimmer angekommen öffnet der ZuhĂ€lter die TĂŒr. Dort ist ein junger Mann nackt an seinen vier ExtremitĂ€ten an das Bett gebunden. Ăber dessen Gesicht ist ein nasses Handtuch gelegt, sodass er nichts sehen kann.
Theo sieht den ZuhÀlter fragend an.
ZuhĂ€lter: Der Kleine war etwas verheult, da wollte ich seine sĂŒĂe Fresse lieber nicht sehen. Aber ich verstehe, dass du die Ware erst begutachten willst.
Mit einem Ruck zieht der ZuhĂ€lter das Handtuch vom Gesicht des Jungen. Als dieser sich verĂ€ngstigt vom Gehörten an das Licht gewohnen konnte und die MĂ€nner im Raum erblickt beginnt er unglĂ€ubig einen Namen zu flĂŒstern.
Stricher: Theo!
Der ZuhĂ€lter blickt ĂŒberrascht und verblĂŒfft zu seinem vermeintlichen Kunden, der aus der Brusttasche ein Messer hervor zieht und noch bevor er seine Verwunderung kund tun kann, hat Theo auch schon den Hals des ZuhĂ€lters aufgeschlitzt wĂ€hrend er mit der anderen Hand die Todesschreie seines Opfers unterdrĂŒckt. Und gerade als der Junge entsetzt die Situation ansprechen will schneidet ihm Theo das Wort ab.
Theo: Sei jetzt still, Kamil. Wir reden spÀter.
Kamil gehorcht und lĂ€sst sich stumm von Theo von seinen Fesseln losschneiden. Theo schnappt die Hand des jĂŒngeren Kamil an und stĂŒrmt mit ihm aus dem Freudenhaus. Rasch genug, um dem Blick des Wachmann am Ausgang vorerst zu entgehen, obwohl Kamil immer noch nackt ist. Dieser stĂŒrmt den beiden hinterher. Doch dort springen die beiden bereits in den RĂŒcksitz eines Autos dessen Motor lĂ€uft. Fluchend ruft der Wachmann dem fortbrausenden Auto hinterher und stellt bei der Kehrtwende ins Haus entsetzt fest, dass die beiden ******e FuĂspuren hinterlassen haben. Er lĂ€uft gehetzt zur Quelle des Massakers.
Im Auto sitzt zitternd vor Angst und KĂ€lte Kamil und blickt hilfesuchend seinen Retter an, der sich seiner mit Blutspritzern besudelten Jacke entledigt, um sie ĂŒber Kamil zu legen. Erst jetzt realisiert Kamil den auf den StraĂenverkehr fokussierten Fahrer, den er mit freudigem LĂ€cheln begrĂŒĂt.
Kamil: Tiago. Ich wusste nicht mal, dass du einen FĂŒhrerschein hast.
Tiago blickt nur kurz in den RĂŒckspiegel und wĂŒrdigt die Aussage von Kamil mit einem verschmitzen LĂ€cheln.
Theo: Und wir wussten nicht, dass du dir so etwas dazu verdienen wolltest. Wir haben kein Problem damit, dass du deinen Arsch verkaufen willst, Bruderherz. Aber musstest du dich dem schmierigsten Wichser der Stadt anbieten. Vater wird nicht erfreut sein zu hören, dass du dich im Stall der Konkurrenz anbieten wolltest. Du kannst von GlĂŒck reden, dass ich dein erster Kunde war und dir mittlerweile wiederstehen kann, wenn du dich so fickbereit zeigst.
Kamil: Ich wollte Vater doch nur beweisen, dass ich alt genug bin und mehr kann als hinter meinen BrĂŒdern aufzurĂ€umen.
Tiago: Sei doch froh, dass Vater so auf dich Acht gibt. Als er mich damals von der StraĂe geholt hat und mir einen Platz in seiner Familie angeboten hat war meine Schonfrist wesentlich kĂŒrzer.
Theo: Du warst ja auch schon dabei ein grauer Wolf zu werden, nicht wie unser kleiner Welpe hier. Aber ich werde mit Vater reden. Das nĂ€chste Mal versuchst du am Ende noch dein GlĂŒck am Bahnhof und dort wĂŒrdest du dich auf jeden Fall unter Preis verkaufen mĂŒssen, Kleiner.
Kamil: Danke, Theo. Danke auch, dass du mich da rausgeholt hast. Ich habe dieses Schwein echt unterschÀtzt.
Theo: Kein Problem, auch wenn ich als Tierfreund gegen SchÀchtungen bin. Wozu hat man Familie.
-ENDE-
Theo sieht den hageren, schmierigen Typen mit strengem Blick an und hebt den Kopf etwas angewidert hoch und klopft als Antwort auf seine Brusttasche, die eine Gelbbörse vermuten lÀsst.
ZuhĂ€lter: Ein Kunde. Umso besser. Mein Stall ist schon ziemlich voll. FĂŒr dich habe ich genau das Richtige. Wenn du es dir leisten kannst biete ich dir meine beste Stute an. Die hat ein GerĂŒst, dass du die sixtinische Kapelle, um sie herum aufbauen könntest.
Theo schĂŒttelt langsam den Kopf von links nach rechts, ohne seine Miene zu verziehen.
ZuhĂ€lter: Dann also lieber einen kniefĂ€lligen Gottesdiener. Wie gut, dass ich erst vor kurzem mein Sortiment um einen Stricher erweitert habe. Ich habe da bestes Frischfleisch, das noch nicht ganz eingeritten ist, aber eine strenge Hand, wie die deine bestimmt zu schĂ€tzen weiĂ. Wenn du ihn mir halbwegs unbeschadet hinterlĂ€sst werde ich dir auch etwas erlassen.
Der ZuhÀlter nennt einen Preis und Theo nickt einwilligend.
Der ZuhĂ€lter und Theo gehen an vielen TĂŒren vorbei. Manche offen. Manche geschlossen. Vorbei an mĂŒden und arm aussehenden Frauen in spĂ€rlicher Kleidung. Im hintersten Zimmer angekommen öffnet der ZuhĂ€lter die TĂŒr. Dort ist ein junger Mann nackt an seinen vier ExtremitĂ€ten an das Bett gebunden. Ăber dessen Gesicht ist ein nasses Handtuch gelegt, sodass er nichts sehen kann.
Theo sieht den ZuhÀlter fragend an.
ZuhĂ€lter: Der Kleine war etwas verheult, da wollte ich seine sĂŒĂe Fresse lieber nicht sehen. Aber ich verstehe, dass du die Ware erst begutachten willst.
Mit einem Ruck zieht der ZuhĂ€lter das Handtuch vom Gesicht des Jungen. Als dieser sich verĂ€ngstigt vom Gehörten an das Licht gewohnen konnte und die MĂ€nner im Raum erblickt beginnt er unglĂ€ubig einen Namen zu flĂŒstern.
Stricher: Theo!
Der ZuhĂ€lter blickt ĂŒberrascht und verblĂŒfft zu seinem vermeintlichen Kunden, der aus der Brusttasche ein Messer hervor zieht und noch bevor er seine Verwunderung kund tun kann, hat Theo auch schon den Hals des ZuhĂ€lters aufgeschlitzt wĂ€hrend er mit der anderen Hand die Todesschreie seines Opfers unterdrĂŒckt. Und gerade als der Junge entsetzt die Situation ansprechen will schneidet ihm Theo das Wort ab.
Theo: Sei jetzt still, Kamil. Wir reden spÀter.
Kamil gehorcht und lĂ€sst sich stumm von Theo von seinen Fesseln losschneiden. Theo schnappt die Hand des jĂŒngeren Kamil an und stĂŒrmt mit ihm aus dem Freudenhaus. Rasch genug, um dem Blick des Wachmann am Ausgang vorerst zu entgehen, obwohl Kamil immer noch nackt ist. Dieser stĂŒrmt den beiden hinterher. Doch dort springen die beiden bereits in den RĂŒcksitz eines Autos dessen Motor lĂ€uft. Fluchend ruft der Wachmann dem fortbrausenden Auto hinterher und stellt bei der Kehrtwende ins Haus entsetzt fest, dass die beiden ******e FuĂspuren hinterlassen haben. Er lĂ€uft gehetzt zur Quelle des Massakers.
Im Auto sitzt zitternd vor Angst und KĂ€lte Kamil und blickt hilfesuchend seinen Retter an, der sich seiner mit Blutspritzern besudelten Jacke entledigt, um sie ĂŒber Kamil zu legen. Erst jetzt realisiert Kamil den auf den StraĂenverkehr fokussierten Fahrer, den er mit freudigem LĂ€cheln begrĂŒĂt.
Kamil: Tiago. Ich wusste nicht mal, dass du einen FĂŒhrerschein hast.
Tiago blickt nur kurz in den RĂŒckspiegel und wĂŒrdigt die Aussage von Kamil mit einem verschmitzen LĂ€cheln.
Theo: Und wir wussten nicht, dass du dir so etwas dazu verdienen wolltest. Wir haben kein Problem damit, dass du deinen Arsch verkaufen willst, Bruderherz. Aber musstest du dich dem schmierigsten Wichser der Stadt anbieten. Vater wird nicht erfreut sein zu hören, dass du dich im Stall der Konkurrenz anbieten wolltest. Du kannst von GlĂŒck reden, dass ich dein erster Kunde war und dir mittlerweile wiederstehen kann, wenn du dich so fickbereit zeigst.
Kamil: Ich wollte Vater doch nur beweisen, dass ich alt genug bin und mehr kann als hinter meinen BrĂŒdern aufzurĂ€umen.
Tiago: Sei doch froh, dass Vater so auf dich Acht gibt. Als er mich damals von der StraĂe geholt hat und mir einen Platz in seiner Familie angeboten hat war meine Schonfrist wesentlich kĂŒrzer.
Theo: Du warst ja auch schon dabei ein grauer Wolf zu werden, nicht wie unser kleiner Welpe hier. Aber ich werde mit Vater reden. Das nĂ€chste Mal versuchst du am Ende noch dein GlĂŒck am Bahnhof und dort wĂŒrdest du dich auf jeden Fall unter Preis verkaufen mĂŒssen, Kleiner.
Kamil: Danke, Theo. Danke auch, dass du mich da rausgeholt hast. Ich habe dieses Schwein echt unterschÀtzt.
Theo: Kein Problem, auch wenn ich als Tierfreund gegen SchÀchtungen bin. Wozu hat man Familie.
-ENDE-
7 years ago